Nach Diakonie-Entscheidung: CDU und SPD prüfen Folgen für die ambulante Versorgung
Wir haben zusammen mit der SPD einen gemeinsamen Antrag eingebracht, um die Folgen der Einstellung der ambulanten Pflegeleistungen der Diakonie-Station Euskirchen politisch zu beraten. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Entwicklung transparent zu machen und eine belastbare Grundlage für die weitere politische Bewertung zu schaffen.
Der Wegfall eines etablierten Angebots hat unmittelbare Auswirkungen auf die betroffenen Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen und macht zugleich deutlich, wie sensibel die Versorgungsstrukturen im ambulanten Pflegebereich sind.
„Für die betroffenen Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen ist diese Situation eine erhebliche Belastung“, sagt Jan Leyendecker (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Soziales. „Wer auf ambulante Pflege angewiesen ist, braucht Verlässlichkeit. Wenn diese ohne Vorwarnung infrage steht, ist das eine ernste Situation, die wir nicht ignorieren dürfen.“
Vor diesem Hintergrund bringen die beiden Mehrheitsfraktionen das Thema in den Ausschuss für Bildung und Soziales, um die Lage aufzuarbeiten und die Handlungsmöglichkeiten des Kreises sachlich zu prüfen.
„Als Kreis müssen wir uns damit befassen, welche konkreten Auswirkungen diese Entscheidung hat und wie stabil die Versorgung in den betroffenen Bereichen tatsächlich ist“, erklärt Karsten Stickeler, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. „Wichtig ist, die Folgen für die Versorgung klar zu benennen.“
Der aktuelle Fall zeigt, dass Entscheidungen einzelner Anbieter unmittelbare Folgen für die Versorgung vor Ort haben können und Auswirkungen auf das gesamte System haben. Für beide Fraktionen ist deshalb klar, dass die Situation nicht nur punktuell betrachtet werden darf.
„Der Vorgang zeigt, wie schnell gewachsene Strukturen ins Wanken geraten können“, sagt Karsten Stickeler. „Wir müssen deshalb genau hinschauen, ob die bestehenden Angebote den Bedarf dauerhaft abdecken können und wo sich absehbar Risiken für die Versorgung entwickeln.“
Für uns steht dabei im Mittelpunkt, die Situation an der Seite der Kreisverwaltung verantwortungsvoll zu begleiten und die Perspektive der Betroffenen nicht aus dem Blick zu verlieren.
„Wir werden niemandem schnelle Lösungen versprechen, die wir nicht halten können“, betont Leyendecker. „Aber wir werden uns der Situation stellen, denn am Ende geht es darum, dass die Menschen weiterhin gut versorgt sind.“
Für unsere Fraktionen ist der Fall der Diakonie-Station Euskirchen mehr als ein Einzelereignis. Er zeigt, wie verletzlich die Versorgungsstrukturen sind und welche konkreten Folgen solche Entscheidungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen haben können. Zugleich wird deutlich, dass die Stabilität der ambulanten Pflege, trotz begrenzter kommunaler Einflussmöglichkeiten, eine dauerhafte Aufgabe der kommunalen Politik ist.