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Hitzeschutz und Waldbrandvorsorge2026-09-03

Erfahrungen aus dem Sommer

Erfahrungen aus dem Sommer

Wie gut ist der Kreis Euskirchen auf längere Hitzeperioden sowie Wald- und Vegetationsbrände vorbereitet? Welche Erfahrungen wurden in diesem Sommer gesammelt und wo müssen bestehende Konzepte möglicherweise angepasst werden? Mit diesen Fragen wollen sich CDU und SPD im nächsten Ausschuss für Gesundheit und Bevölkerungsschutz beschäftigen.

In einem gemeinsamen Antrag bitten wir die Kreisverwaltung, ein aktuelles Lagebild zum Sommer 2026 vorzulegen und über den Stand der Vorsorge- und Schutzkonzepte zu berichten.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Hitzeschutz. Bereits 2024 hatte der Kreistag beschlossen, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden eine Hitzeaktionsplanung für den Kreis Euskirchen zu erarbeiten. Wir möchten nun wissen, wie weit diese Arbeiten inzwischen fortgeschritten sind und welche konkreten Maßnahmen bereits umgesetzt oder vorbereitet wurden. Dabei soll insbesondere der Schutz von Menschen in den Blick genommen werden, die durch hohe Temperaturen besonders gefährdet sind.

Von Interesse ist auch, welche Erfahrungen während der Hitzeperioden dieses Sommers gemacht wurden. Die Verwaltung soll unter anderem berichten, ob sich Auffälligkeiten bei Rettungsdiensteinsätzen oder anderen gesundheitsbezogenen Indikatoren gezeigt haben und wie die Bevölkerung bei akuten Hitzeereignissen informiert und gewarnt wird.

Der zweite Schwerpunkt des Antrags betrifft die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Die trockene und zeitweise sehr heiße Witterung sowie verschiedene Vegetations- und Flächenbrände im Sommer 2026 haben erneut gezeigt, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf solche Einsatzlagen ist.

Wir bitten deshalb um konkrete Zahlen zu den bisherigen Wald-, Flächen- und Vegetationsbränden im Kreisgebiet und um eine Einschätzung der dabei gewonnenen Erkenntnisse. Auch der aktuelle Stand des kreisweiten Konzeptes zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung soll vorgestellt werden.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Großübung vom Mai 2026. Der Ausschuss soll erfahren, welche Erkenntnisse daraus gewonnen wurden und ob sich daraus Änderungen für die weitere Planung ergeben haben. Weitere Fragen betreffen unter anderem die Zusammenarbeit der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes, die Löschwasserversorgung in schwer zugänglichen Gebieten, vorhandene Spezialfahrzeuge und Einsatzmittel sowie den Einsatz von Drohnen, Luftaufklärung und Möglichkeiten der Brandbekämpfung aus der Luft.

„Uns geht es ausdrücklich nicht darum, bestehende Strukturen infrage zu stellen. Wir wollen uns anschauen, was in diesem Sommer gut funktioniert hat, welche Vorbereitungen sich bewährt haben und an welchen Stellen wir noch besser werden können“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Jochen Kupp. „Gerade beim Bevölkerungsschutz dürfen Konzepte nicht irgendwann fertig in der Schublade liegen. Sie müssen regelmäßig anhand tatsächlicher Einsätze und Übungen überprüft und weiterentwickelt werden.“

Längere Hitze- und Trockenperioden wirken sich sowohl auf die Gesundheit der Menschen als auch auf die Gefahrenlage in Wald und Landschaft aus. Der Kreis Euskirchen hat darauf in den vergangenen Jahren bereits mit verschiedenen Maßnahmen reagiert. CDU und SPD wollen nun eine aktuelle Bestandsaufnahme und daraus, wo erforderlich, die nächsten Schritte ableiten.

Der gemeinsame Antrag wird am 17. September 2026 im Ausschuss für Gesundheit und Bevölkerungsschutz beraten.

Hier geht es zum Antragstext.



MK