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Bericht aus dem Jugendhilfeausschuss2026-09-10

Stärkung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Euskirchen

Stärkung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Euskirchen

Die CDU-Kreistagsfraktion unterstützt die geplante Stärkung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Euskirchen. Im Jugendhilfeausschuss hat sich die Fraktion für einen ausgewogenen Kompromiss ausgesprochen, der die personelle Situation in den Einrichtungen verbessert und zugleich die angespannte Finanzlage des Kreises und seiner Kommunen berücksichtigt.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Jugendtreffs leisten vor Ort eine enorm wichtige Arbeit. Sie sind Ansprechpartner, Vertrauenspersonen und oft auch diejenigen, die frühzeitig merken, wenn Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen“, erklärt Maren Kurth, Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion im Jugendhilfeausschuss.

Im Zuge der Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans wurde intensiv darüber beraten, wie die Offene Kinder- und Jugendarbeit künftig aufgestellt werden soll. Ein wichtiges Ziel ist dabei, während der Öffnungszeiten eine verlässlichere Doppelbesetzung mit Fachkräften zu ermöglichen. Das verbessert nicht nur den Arbeits- und Kinderschutz, sondern schafft auch bessere Bedingungen für eine gute pädagogische Arbeit. 

Eine zunächst diskutierte Lösung hätte die bisherigen Öffnungszeiten von 30 Wochenstunden vollständig erhalten, dafür aber 4,1 zusätzliche Vollzeitstellen und jährliche Mehrkosten von rund 300.000 Euro erforderlich gemacht. Für die CDU war deshalb wichtig, eine Lösung zu finden, die fachliche Verbesserungen ermöglicht, ohne die finanziellen Auswirkungen aus dem Blick zu verlieren. 

Mit der nun unterstützten Variante wird der vom Kreis geförderte Stellenumfang von derzeit 17,2 auf 18,8 Vollzeitstellen erhöht. Die betroffenen Einrichtungen werden künftig mit mindestens 1,42 Vollzeitstellen gefördert. Gleichzeitig bleiben 25 Wochenstunden für die Offene Kinder- und Jugendarbeit erhalten. Die zusätzlichen Kosten liegen bei rund 116.800 Euro jährlich. 

„Natürlich könnten wir uns rein fachlich an vielen Stellen noch mehr vorstellen. Politik muss aber auch abwägen, was dauerhaft finanzierbar ist. Mit dieser Lösung stärken wir die Einrichtungen ganz konkret, verbessern die Voraussetzungen für eine Doppelbesetzung und erhalten gleichzeitig ein gutes und verlässliches Angebot für Kinder und Jugendliche“, so Kurth.

Die Rückmeldungen aus den Städten und Gemeinden waren im Vorfeld unterschiedlich ausgefallen. Einig war man sich jedoch weitgehend über die hohe Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als niedrigschwelliges und präventives Angebot. 

Für die CDU ist deshalb klar: Gute Kinder- und Jugendarbeit vor Ort ist gut investiertes Geld. Gleichzeitig müssen auch bei wichtigen Aufgaben Kosten und Nutzen verantwortungsvoll miteinander abgewogen werden.

Die Sitzungsunterlagen aus dem Jugendhilfeausschuss zu diesem Thema finden Sie hier.




MK