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Bericht aus dem Ausschuss für Planung, Umwelt und Mobilität2026-03-11

Präventiver Hochwasserschutz im Kreis Euskirchen: 21,5 Millionen Euro für unsere Kommunen

Präventiver Hochwasserschutz im Kreis Euskirchen: 21,5 Millionen Euro für unsere Kommunen

Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat im Kreis Euskirchen enorme Schäden hinterlassen und viele Menschen hart getroffen. Gleichzeitig hat sie deutlich gemacht, wie wichtig ein wirksamer Hochwasserschutz ist. Neben dem Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur rückt deshalb zunehmend die Vorsorge in den Mittelpunkt. Ziel ist es, unsere Städte und Gemeinden künftig besser auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten.

Aus dem Wiederaufbaufonds von Bund und Land Nordrhein-Westfalen wurden dem Kreis Euskirchen rund 21,5 Millionen Euro für präventive Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Diese Mittel sollen den Kommunen helfen, konkrete Maßnahmen zu planen und umzusetzen, die Schäden bei künftigen Hochwasser- oder Starkregenereignissen deutlich reduzieren können.

Über eine Milliarde Euro Schaden im Kreisgebiet

Die Dimension der Flut von 2021 wird auch durch die Schadensbilanz deutlich. Nach den bisherigen Erhebungen beläuft sich die Gesamtschadenssumme im Kreis Euskirchen auf über eine Milliarde Euro. Betroffen waren sowohl öffentliche Infrastruktur wie Straßen, Brücken und Gewässeranlagen als auch zahlreiche private Gebäude und Betriebe.

Gerade diese Erfahrungen zeigen, wie wichtig es ist, künftig stärker in präventive Maßnahmen zu investieren und unsere Region widerstandsfähiger gegen extreme Wetterereignisse zu machen.

Gerechte Verteilung der Mittel

Damit alle Städte und Gemeinden im Kreis Euskirchen von den bereitgestellten Geldern profitieren können, wurde ein zweistufiges Verteilungsverfahren festgelegt.

Im ersten Schritt erhält jede Kommune einen Sockelbetrag von 1,1 Millionen Euro. Dadurch wird sichergestellt, dass jede Stadt und jede Gemeinde die Möglichkeit bekommt, eigene Projekte zum Hochwasserschutz auf den Weg zu bringen.

Im zweiten Schritt werden die verbleibenden Mittel entsprechend der Höhe der Flutschäden aus dem Jahr 2021 verteilt. Kommunen, die besonders stark von der Katastrophe betroffen waren, erhalten auf dieser Grundlage einen zusätzlichen Anteil.

Durch dieses Verfahren entsteht eine faire und nachvollziehbare Verteilung der insgesamt rund 21,5 Millionen Euro.

Unterstützung für besonders betroffene Kommunen

Besonders stark betroffene Städte erhalten entsprechend höhere Beträge. Zu den größten Zuweisungen gehören unter anderem:

  • Schleiden mit rund 3,77 Millionen Euro
  • Bad Münstereifel mit rund 3,50 Millionen Euro
  • Euskirchen mit rund 3,49 Millionen Euro
  • Kall mit rund 2,35 Millionen Euro

Aber auch kleinere Kommunen profitieren von der Förderung, etwa Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Nettersheim oder Zülpich. Damit wird sichergestellt, dass Hochwasserschutz im gesamten Kreisgebiet weiterentwickelt wird.

Die Gemeinde Weilerswist hatte nach der Flut keine entsprechenden Billigkeitsleistungen beantragt und nimmt deshalb auch an dieser Verteilung nicht teil. Die ursprünglich vorgesehenen Mittel wurden daher auf die übrigen Kommunen im Kreis Euskirchen verteilt.

CDU setzt auf Vorsorge und schnelle Umsetzung

Für die CDU im Kreis Euskirchen ist klar: Neben dem Wiederaufbau muss die Vorsorge künftig eine noch stärkere Rolle spielen. Präventiver Hochwasserschutz bedeutet, aus den Erfahrungen der Flut zu lernen und unsere Region langfristig besser zu schützen.

Dazu gehören unter anderem Rückhalteflächen, Verbesserungen an Gewässern, technische Schutzmaßnahmen an besonders gefährdeten Bereichen sowie kommunale Konzepte für Starkregen und Hochwasser.

Die bereitgestellten Mittel sollen nun schnell, transparent und zielgerichtet eingesetzt werden, damit möglichst viele konkrete Projekte in den Städten und Gemeinden umgesetzt werden können. Ziel bleibt es, die Sicherheit der Menschen im Kreis Euskirchen nachhaltig zu stärken und unsere Region besser auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.

 

MM