Volle Rückendeckung für Manfred Poth

CDU Kreisverband

Die Mitglieder aller elf Stadt- und Gemeindeverbände im Kreis Euskirchen waren sich bei der Landratskandidatur am Donnerstabend im Kommerner Bürgerhaus einig: Dort steht ein „Macher für die Region.“

                                                              

 

Kreis Euskirchen. Das hat es in der Geschichte der Kreis-CDU noch nie zuvor gegeben: Mit 100 Prozent der Stimmen schickten die 213 stimmberechtigten Mitglieder aller elf Stadt- und Gemeindeverbände, die sich am Donnerstagabend in der Kommerner Bürgerhalle versammelt hatten, in geheimer Wahl ihren Landratskandidaten ins Rennen. Volle Rückendeckung also für Manfred Poth und „ein starkes Signal nach außen“, so CDU Kreisparteichef Detlef Seif, der in einem lebendigen Grußwort seine Erwartungen an einen Landrat am Beispiel dreier wichtiger kommunalpolitischer Bereiche skizzierte, die in der Vergangenheit gehörig aus dem Blick geraten sind. Wie das Thema „Innere Sicherheit“, denn die Auswirkungen der anstehenden großen Pensionierungswelle bei der Polizei würden auch im Kreis Euskirchen schon bald noch viel dramatischer spürbar werden. „Hier ist offensichtlich auf Landesebene – und da nehme ich keine Partei aus - schon vor Jahren versäumt worden, die richtigen Weichen zu stellen“, bilanzierte Seif. Bis 2025 droht der Verlust von über 3000 Polizisten – alles in allem fast jeder zehnte Beamte im Land.

Wir leben nicht im ´Land der Glücklichen´, sondern offenbar im ´Tal der Ahnungslosen´, betonte Seif in Anspielung auf die verklärende Überschrift eines jüngeren Medienberichts. „Es kann doch nicht sein, dass ein Kripochef allen Ernstes zum Maßstab macht, dass Bürger im Kreis Euskirchen mit statistisch geringerer Wahrscheinlichkeit Opfer einer Straftat werden als die Bürger in Köln. Entscheidend ist es doch, Verbrechen generell zu verhindern“, unterstrich Seif und freute sich, „dass wir mit Manfred Poth einen Mann haben, der die innere Sicherheit wirklich zur Chefsache macht und sich dafür einsetzt, dass mehr Polizeianwärter-Stellen geschaffen werden“, so Seif.

In diesem Sinne brach Manfred Poth in seiner Vorstellungsrede wenig später ebenfalls eine Lanze für eine „moderne, leistungsstarke und örtlich präsente Polizei“. Auch in der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr ist es Poth zufolge erforderlich, die „Hilfsorganisationen mit ihren starken ehrenamtlichen Strukturen weiterhin in die Gefahrenabwehrsystematik einzubeziehen“. Und auch die Feuerwehren benötigten im Rahmen der Brandschutzbedarfspläne großer Unterstützung.

In der Folge skizzierte der frisch designierte CDU-Landratskandidat Poth die Schwerpunkte seiner Arbeit. Er werde für eine „planbare und möglichst konstante Kreisumlage“ ebenso kämpfen wie für die notwendigen Fördermittel zum Breitbandausbau in der Region. Ein wichtiges Thema nicht nur für den frisch gegründeten CDU-Arbeitskreis „Internet & Digitale Agenda“ unter dem Vorsitz von Karsten Stickeler, sondern auch für Kreisparteichef Seif. „Es ist gut, dass man jetzt eng mit dem Landkreis Düren zusammenarbeitet, der in dieser Hinsicht bereits vorbildlich unterwegs ist“, betonte Seif.

„Was man hierzulande jedoch vermisst habe, sei die Tatsache, dass es dem amtierenden Landrat Rosenke in seiner hervorstechenden Position nicht gelungen sei, einen Konsens unter den Bürgermeistern im Kreis Euskirchen herzustellen, um gemeinsame, konstruktive Lösungen zu finden. „Es gilt aber, miteinander zu agieren, nicht gegeneinander. Manfred Poth wird als Landrat gut vernetzt sein mit der CDU, der größten Partei im Kreis, die auch die größte Fraktion im Kreistag stellt“, betonte Seif. Manfred Poth will sich für eine Umverteilung der ständig steigenden Sozial- und Jugendhilfelasten in Richtung Land oder Bund stark machen. Und auch die Schlüsselzuweisungen des Landes müssen seiner Ansicht nach zu Gunsten des ländlichen Raumes angepasst werden. Eine hohe Bedeutung komme überdies der interkommunalen Zusammenarbeit zu, denn den demographischen Wandel könne man im Wettbewerb der Regionen nur gemeinsam gestalten. Engagiert will sich Poth auch dem Fachkräftemangel, der Leerstands-Problematik in den Dörfern, den Mobilitäts- und Nahversorgungsproblemen und der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund widmen. Energisch plädierte Poth zudem für die Ausarbeitung zielgerichteter Umsetzungsstrategien in punkto dezentrale Kindertagestätten-Versorgung. Darüber hinaus sollte eine kreisweit abgestimmte Schulentwicklungsplanung nicht nur für die Förderschullandschaft, sondern auch für den Regelschulbereich Ziel sein – eine „zukunftsfähige, finanzierbare Schulsozialarbeit“ inklusive.

Das Thema „Interkommunale Zusammenarbeit“ hat auf Poths Liste einen hohen Stellenwert: „Kreis, Städte und Gemeinden sollten nach neuen Formen der Aufgabenwahrnehmung suchen und diese umsetzen, wenn Synergien geschaffen werden können“. Davon ist auch MdB Detlef Seif felsenfest überzeugt: „Damit wir eine kommunale Neugliederung nicht von der Landes- oder Bezirksregierung ´übergestülpt´ bekommen, sollten wir jetzt die Initiative ergreifen. Noch können wir die Rahmenbedingungen bestimmen und aktiv gestalten.“

Manfred Poth hat auch die Bedürfnisse der älteren Generation fest im Blick: Wichtige Aufgabengebiete seien die Schaffung neuer Wohnformen und Freizeitangebote für Senioren sowie die Verbesserungen im Pflegebereich.

Poth ist der „Weg der kleinen Schritte“ lieber, als viel diskutierten, aber wenig umsetzungsorientierten großen Lösungen nachzulaufen“. In Sachen Tourismus macht Poth ohnehin so schnell keiner was vor. Auch wenn im Zusammenhang mit dem "Projekt Vogelsang" in den Medien oft und gerne vom angeblichen „Millionengrab“ die Rede ist. Mit dieser Mär räumte Poth in seiner Vorstellungsrede dann auch kurzerhand auf: „Die Investitionen in Höhe von rund 48 Mio. Euro werden sich mittel- und langfristig amortisieren“, prognostizierte er. 1,65 Millionen Besucher, 40 neue Arbeitsplätze, 390.000 Teilnehmer an den Bildungsangeboten und über 300 außerschulische Lernveranstaltungen. Diese Zahlen sprechen für sich. Apropos: Die Investitionskosten belasten den Kreis Euskirchen mit rund 65.000 Euro pro Jahr, die Betriebskosten mit jährlich rund 145.000 Euro. Oder anders gewendet: Dieses bundesweit sicherlich einzigartige Vorzeigeprojekt kostet den Bürger im Kreis Euskirchen 1,12 Euro im Jahr.

Und ein Ziel hat sich Manfred Poth ganz oben auf die Fahnen geschrieben: „Mit großer Offenheit und gegenseitigem Vertrauen organisatorisch und wirtschaftlich tragfähige Zukunftsmodelle zu entwickeln und dabei die Bürger in kooperative Prozesse einzubeziehen.“

 

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