Bericht aus dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Konversion Vogelsang

14.11.2016

Spagat zwischen Digitalisierung, Breitband und historischer Verantwortung

von Ute Stolz
                                                 

Stärkung des ländlichen Raumes

Seit vielen Jahren ist der Kreis Euskirchen Mitglied der AGIT, der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer. Der neue Geschäftsführer der Gesellschaft, Herr Dr. Lothar Mahnke stellte dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Inklusion Vogelsang seine Schwerpunkte der Arbeit in den nächsten zwei Jahren vor. Selbstkritisch räumte er ein, dass gerade bei der Ansiedlung größerer Unternehmen der Kreis Euskirchen von dem Engagement der AGIT kaum profitieren konnte. Dies soll sich im kommenden Jahr ändern. Dazu gehört auch die Vermarktung der Großfläche "Prime Site Rhine Region" im Bereich Euskirchen/Weilerswist und die verstärkte Beratung für die Unternehmen vor Ort. Es sollen Ideen und Hilfestellungen entwickelt werden, wie auch die Betriebe im ländlichen Raum den Herausforderungen durch die Digitalisierung der Arbeitswelt entgegentreten können. Die CDU machte deutlich, dass die AGIT einen Mehrwert für die Region und den Kreis entwickeln muss, da sich ansonsten auch die Grundsatzfrage der Mitgliedschaft stellen wird.
 

Forum Vogelsang - ein Erfolgsprojekt

Der Projektverantwortliche und Allgemeine Vertreter Manfred Poth berichtete dem Ausschuss über die gute Entwicklung der Besucherzahlen nach der Eröffnung des neuen Forums. Insbesondere die Ausstellung zum Nationalsozialismus erweist sich als Besuchermagnet. Daneben überzeugt auch die Nationalparkausstellung durch ihre Angebote. Dies und die zahlreichen weiteren Bildungsangebote honorieren inzwischen bereits 12 Schulen, die eine Bildungspartnerschaft mit der Akademie Vogelsang eingegangen sind. 

Auch der Verkauf der Immobilien schreitet weitere voran. In Kürze werden alle Kameradschaftshäuser veräußert sein. Dabei erstreckte sich die Nutzung von der Gästeunterbringung über Schulungsräume bis hin zur Kirche im Nationalpark.
 

Wohin geht die Entwicklung der Wirtschaft im Kreis?

Der Kreis Euskirchen ist aufgrund seiner strukturellen Rahmenbedingungen kein einfacher Wirtschaftsstandort. Daher ist es wichtig, auf aktuelle Daten zurückgreifen zu können und zu wissen, welche Chancen es in den kommenden Jahren zu nutzen gilt, aber auch welche Herausforderungen angenommen werden müssen. Iris Poth, Leiterin der Stabstelle Wirtschaftsförderung, stellte ihre Beobachtungen anhand der Fortschreibung des Wirtschaftlichen Entwicklungskonzeptes vor. Wichtige Fragen sind dabei, wie die Landflucht gerade jüngerer und besonders qualifizierter Menschen aufgehalten werden kann und wie Mitarbeiter sich auf die weitere Digitalisierung an ihren Arbeitsplätzen vorbereiten können. In den nächsten Monaten wird die Verwaltung konkrete Projekte entwickeln, um auf diese drängenden Fragen Antworten zu finden. Das Konzept verspricht einen originellen "Euskirchener Weg".  Die CDU dankt der Stabstelle ausdrücklich dafür, dass sie die Fortschreibung kompetent mit eigenen Mitarbeitenden vorangetrieben hat.

 

 

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