Bericht aus dem Ausschuss für Bildung und Inklusion

15.03.2016

„KOMM-AN NRW“ – Ein weiterer wichtiger Baustein im System unserer Integrationsarbeit

von unserer Sachkundigen Bürgerin Frau Sara Jesus Pinto

                                    

 

Die Mitglieder des Ausschusses für Bildung und Inklusion wurden in ihrer letzten Sitzung über den Sachstand und die Umsetzung des Förderprogramms „KOMM-AN NRW“, das bundesweit einmalig ist, informiert.

„KOMM-AN NRW“ ist ein Förderprogramm im Integrationsbereich für Kommunen in Nordrhein-Westfalen (NRW). Es soll Kommunen dabei unterstützen, Strukturen, Prozesse und Netzwerke innerhalb der Stadt so zu optimieren, dass sie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund besser organisieren können. Städte und Kommunen können einen entsprechenden Antrag auf Förderung ihrer Integrationsprojekte beim Land NRW stellen.

Insbesondere für das kommunale Integrationszentrum bedeutet das eine Entlastung.

„Durch die Einrichtung von sogenannten „Ankommens-Treffpunkten“ soll künftig die sprachliche, kulturelle, soziale und räumliche Orientierung von Flüchtlingen in ihrer neuen Nachbarschaft erleichtert werden“, erläutert Sara Jesus Pinto, sachkundige Bürgerin im Fachausschuss.

Das Programm setzt sich aus 4 Teilen zusammen:

  1. Der Kreis Euskirchen richtet mit Programmmitteln eine Stelle eines Ehrenamtskoordinators/in. Zentrale Aufgabe ist die Koordination und Begleitung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe. Darüber hinaus werden 10.000 € für Sachausgaben zur Verfügung gestellt.
     
  2. Der Kreis erhält ca. 90.000 € für die Einrichtung von „Ankommens-Treffpunkten“

Dort sollen auch Ehrenamtliche den Geflüchteten eine Grundorientierung in ihrem neuen Umfeld geben. So können etwa vom örtlichen Schulangebot über Möglichkeiten des Sports im Verein bis hin zu simplen Regeln wie Abfalltrennung alle örtlich relevanten Fragen in diesen Treffpunkten eine Rolle spielen. Auch sollen Grundwerte des Zusammenlebens wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das friedliche Miteinander der Religionen in Deutschland vermittelt werden. Ankommens-Treffpunkte würden damit auch zu Räumen der Begegnung zwischen Geflüchteten und Einheimischen.

  1. Stärkung der Integrationsagenturen wie u.a. das Deutsche Rote Kreuz
     
  2. Erstellung einer Wertebroschüre. Die Broschüre wird die Grundwerte und Grundrechte sowie Pflichten unseres Zusammenlebens in Deutschland verdeutlichen.

Johannes Mertens, Ausschusssprecher der CDU, dazu: „Damit wird ein weiterer wichtiger Baustein im vernetzten System unserer Integrationsarbeit installiert. Das ist ein erneuter Beweis für die vorbildliche und vorausschauende Arbeit unserer Verwaltung!“

 

 

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